PLUTA Sanierungsexperten Dr. Brüninghoff und Meyer erzielen Investorenlösungen für Avermann-Gesellschaften
Für die beiden insolventen Avermann-Unternehmen aus Osnabrück haben die PLUTA Rechtsanwälte Dr. Ria Brüninghoff und Stefan Meyer im Rahmen des Investorenprozesses unter Mitwirkung vieler Beteiligter jeweils übertragende Sanierungslösungen erzielen können. Die beiden Unternehmenskaufverträge wurden bereits Ende der letzten Woche unterzeichnet. Am Montag haben die Verantwortlichen unter Anwesenheit der Käufer und Investoren die Mitarbeiter über die Entwicklungen und den aktuellen Stand informiert.
Für die beiden insolventen Avermann-Unternehmen aus Osnabrück haben die PLUTA Rechtsanwälte Dr. Ria Brüninghoff und Stefan Meyer im Rahmen des Investorenprozesses unter Mitwirkung vieler Beteiligter jeweils übertragende Sanierungslösungen erzielen können. Die beiden Unternehmenskaufverträge wurden bereits Ende der letzten Woche unterzeichnet. Am Montag haben die Verantwortlichen unter Anwesenheit der Käufer und Investoren die Mitarbeiter über die Entwicklungen und den aktuellen Stand informiert.
Unternehmenskaufvertrag mit AVERMANN PRECAST TECHNOLOGY GmbH
Die neugegründete AVERMANN PRECAST TECHNOLOGY GmbH übernimmt mit Wirkung zum 1. April 2026 den Geschäftsbetrieb der Avermann Betonfertigteiltechnik GmbH & Co. KG sowie auf Basis eines Erwerberkonzepts 33 Mitarbeiter. Der Erwerb umfasst insbesondere maßgebliche Teile des Anlage- und Umlaufvermögens, Kundenverträge sowie die Lagerbestände und Ersatzteile. Die Kernfertigungskompetenzen der Betonfertigteiltechnik werden unter der AVERMANN PRECAST TECHNOLOGY GmbH auch zukünftig am Produktionsstandort in Osnabrück fortgesetzt.
Der hinter der AVERMANN PRECAST TECHNOLOGY GmbH stehende Investor ist die B.T. innovation GmbH aus Magdeburg. Das 1996 gegründete Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Magnet- und Schalungstechnik sowie Verbindungs- und Abdichtungstechnik für die Betonfertigteilindustrie. Daneben betreibt B.T. innovation auch den Bereich Sonderschalungsbau, der in der Vergangenheit bereits in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen organisiert worden ist. Hier bestand auch in den letzten Jahren bereits eine erfolgreiche Kooperation mit Avermann.
Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Unternehmenskaufvertrages beschäftigte Avermann 55 Mitarbeiter. Der Betrieb soll zukünftig in einer verschlankten, effizienteren Struktur (Sanierung) fortgeführt werden; dabei können und sollen insbesondere Synergien mit der B.T. innovation genutzt werden.
Übertragungslösung auch für Avermann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Auch für die Avermann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG gibt es zeitgleich eine Investorenlösung. Die neugegründete Avermann Germany GmbH erwirbt zum 1. April 2026 den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte. Da die Produktion am Standort nicht weitergeführt werden kann, übernimmt der Investor, die Avermann Germany GmbH, gemäß Erwerberkonzept die Betriebsteile Verwaltung sowie Service/Instandhaltung. Zuletzt waren insgesamt 111 Mitarbeiter beschäftigt; davon können 40 Arbeitnehmer im Rahmen des Erwerberkonzepts im Bereich der Verwaltung und im Teilgeschäftsbetrieb Service/Instandhaltung weiterbeschäftigt werden.
Die Avermann Germany wird ihre Produktion aus Wettbewerbsgründen vollständig ins Ausland verlegen, nachdem maßgebliche Anteile der Gesamtleistung der Avermann Gruppe bereits vor Einleitung der Insolvenzverfahren im Dezember 2025 seit geraumer Zeit in den dortigen Gruppenunternehmen in Polen und Ungarn gefertigt werden. Die Investoren und deren Berater haben sehr intensiv geprüft, inwieweit eine weitere Produktion in Deutschland möglich ist, mussten sich aber wegen der massiven Standortnachteile in Deutschland für die wesentlich kostengünstigere und wettbewerbsfähigere Produktion in Polen und Ungarn entscheiden. Die Alternative zu dieser Schließung der inländischen Produktion und einer zudem deutlichen Verschlankung der Strukturen in den beiden verbleibenden Bereichen Verwaltung sowie Service und Instandhaltung wäre nur noch eine vollständige Liquidation und Schließung der deutschen Avermann-Gesellschaft gewesen.
Die Geschäftsführung vertreten durch Marieke Keller und Timo Steinhauer äußert sich wie folgt: „Der Familie Avermann ist es nicht leichtgefallen, den Produktionsstandort in Osnabrück - Hellern aufzugeben, die Entscheidung war jedoch leider alternativlos, um eine stabile und nachhaltig finanzierbare Fortführungslösung zu erreichen. Wir werden in jedem Einzelfall den langjährigen treuen Mitarbeitern dabei behilflich sein, neu am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dazu fühlen wir uns als Familie verpflichtet und haben auch schon konkrete Angebote befreundeter Unternehmen im regionalen Umfeld erreichen können. Wir schauen positiv in die Zukunft und sind zuversichtlich, die Avermann Germany GmbH mit unserer langen Tradition und besonderem Know-how langfristig erfolgreich am Markt zu positionieren.“
Bestmögliche Ergebnisse
„In den vergangenen Monaten haben wir den laufenden Betrieb stabilisieren können und haben jetzt nach sehr intensiven Verhandlungen Investoren für beide Gesellschaften finden können, was mich außerordentlich freut. Wir haben in einem wahrlich sehr herausfordernden Branchenumfeld das jeweils bestmögliche Ergebnis für die Unternehmen und die Gläubiger erzielen können. Die Kündigungen sind für die betroffenen Mitarbeiter in jedem Einzelfall sicher sehr schmerzhaft, aber eine langfristige Fortführung ist bedauerlicherweise nur mit deutlich reduzierter Belegschaft oder alternativ leider gar nicht möglich“, erklärt Rechtsanwalt Stefan Meyer.
PLUTA Rechtsanwältin Dr. Ria Brüninghoff ergänzt: „Unser Ziel war es, für das Traditionsunternehmen Avermann Lösungen zu finden. Das ist uns in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gelungen, was auch mich sehr erfreut. Auch im Namen meines Kollegen und PLUTA Partners, Rechtsanwalt Meyer, möchte ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz und ihr tolles Engagement im Verfahren sehr herzlich bedanken.“
Bei beiden Avermann Gesellschaften ist das Insolvenzverfahren jeweils am 27. März 2026 eröffnet worden. Das Amtsgericht Osnabrück bestellte Stefan Meyer, Managing Partner der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum Insolvenzverwalter der Avermann Maschinenfabrik sowie Dr. Ria Brüninghoff, ebenfalls PLUTA Partnerin, als Insolvenzverwalterin der Avermann Betonfertigteiltechnik GmbH & Co. KG.
Das PLUTA Team führte in den vergangenen Wochen einen strukturierten Investorenprozess durch. Zudem konnte der Geschäftsbetrieb beider Gesellschaften unter den Bedingungen der vorläufigen Insolvenzverwaltung erfolgreich stabilisiert und uneingeschränkt fortgeführt werden. Das seit über 75 Jahren in Osnabrück ansässige Traditionsunternehmen Avermann hatte Anfang Dezember 2025 beim zuständigen Amtsgericht Osnabrück einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Anträge galten für die Avermann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und die Avermann Betonfertigteiltechnik GmbH & Co. KG. Andere Gruppenunternehmen waren von der Insolvenz nicht unmittelbar betroffen und sind nach wie vor am Markt aktiv.
Die beiden Insolvenzverwalter wurden im Verfahren durch das erfahrene PLUTA Team, in Person durch Rechtsanwalt Christoph Chrobok (Insolvenzrecht), Rechtsanwältin Nadja Neuber (legal) und Dr. Marc-Arno Scheuß unterstützt. Der M&A-Prozess wurde von Falkensteg (in Person Jonas Eckhardt und Sascha Dahlke) begleitet. Die PSM Management GmbH, dort federführend Dipl. Kaufmann Christian Plückebaum, hat gemeinsam mit dem PLUTA Team Planung und Controlling verantwortet.



