PressemitteilungInsolvenz

PLUTA Rechtsanwältin Dr. Brüninghoff sichert Zukunft des Altenzentrums Neuenkirchen

Dr. Ria Brüninghoff von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH hat als vorläufige Insolvenzverwalterin eine Zukunftslösung für die Ev. Altenzentrum Neuenkirchen gGmbH erreicht. Am gestrigen Montag wurde der Kaufvertrag notariell beurkundet. Die Lebenswelten Holding, getragen von der prop Projekte Partner GmbH (prop) und dem Zentrum für Sozialimmobilien (ZSI), übernehmen die Einrichtung und Immobilie. Die Übernahme des Geschäftsbetriebs erfolgt mit Wirkung zum 1. Oktober 2026. Alle 73 Mitarbeiter werden übernommen und erhalten damit eine berufliche Perspektive beim neuen Betreiber. Für die rund 70 Senioren ist zugleich die kontinuierliche Betreuung und Versorgung in ihrer vertrauten Umgebung gesichert.

Das zuständige Amtsgericht Osnabrück hatte am 14. Juli 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Ev. Altenzentrum Neuenkirchen gGmbH angeordnet und Rechtsanwältin Dr. Ria Brüninghoff von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Seit der Antragstellung hielt sie den Betrieb gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort unter großen Anstrengungen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Laufen. Parallel arbeitete das PLUTA Sanierungsteam, zu dem noch Rechtsanwalt Frank Schorisch und Steuerberater Martin Klee gehören, an einer langfristigen Lösung für die Einrichtung. Mit dem nun abgeschlossenen Investorenprozess, der von der Borchers & Kollegen Managementberatung GmbH begleitet wurde, maßgeblich verantwortlich Karolin Kwickert und Julia Botschmanowski, ist dieses Ziel erreicht. Teil der Lösung ist auch die Übernahme der Immobilie, die nicht zur Insolvenzmasse gehört. Der Kauf der Immobilie per Erbbaurecht war eine wichtige Voraussetzung für die Investorenlösung. An dieser Lösung arbeiteten eine Vielzahl an Beteiligten unter Hochdruck zusammen, um in dem engen Zeitfenster eine verbindliche Lösung umzusetzen. Rechtsanwalt Dr. Lars Haverkamp aus Osnabrück war für die Umsetzung des Kaufvertrags der Immobilie auf Seiten der Stiftung zuständig.

Übernahme sichert Kontinuität für Bewohner

Mit der Übernahme beginnt für das Seniorenheim ein neues Kapitel. Für die Bewohner steht dabei die Kontinuität im Mittelpunkt: Der Betrieb wird nahtlos in den bisherigen Räumlichkeiten fortgeführt, die bestehenden Betreuungs- und Versorgungsstrukturen bleiben erhalten.

„Die Investorenlösung sichert die Zukunft des Seniorenheims und schafft vor allem Verlässlichkeit für die Bewohner, ihre Angehörigen und die Mitarbeiter. Für die Bewohner bedeutet die Übernahme, dass sie weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben und von den bekannten Mitarbeitern betreut werden. Zugleich bleiben alle derzeit bestehenden Arbeitsplätze erhalten“, resümiert Dr. Ria Brüninghoff. Aktuell sind 83 Mitarbeiter in der Einrichtung tätig. Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens haben mehrere Mitarbeiter das Seniorenheim auf eigenen Wunsch verlassen. Alle 73 Mitarbeiter mit einem aktuellen Beschäftigungsverhältnis werden vom Investor übernommen. Ob weitere Mitarbeiter beim neuen Betreiber arbeiten, hängt von ihrer persönlichen Entscheidung ab.

Michael Kaefer, Geschäftsführer des ZSI, sagt: „Unser besonderer Dank gilt Frau Brüninghoff, den kirchlichen Gremien und ihren Vertretern, dem gesamten Team von PLUTA sowie den M&A-Beraterinnen. Mit großem Engagement und hoher Verbindlichkeit haben alle Beteiligten in einer schwierigen Situation daran gearbeitet, die Zukunft des Seniorenzentrums zu sichern. Dieses konstruktive Miteinander hat es ermöglicht, die Fortführungslösung in kurzer Zeit zu entwickeln und umzusetzen.“

Patrick Holze, Geschäftsführer der prop Projekte Partner GmbH sagt: „Das Seniorenzentrum Melle hat eine starke regionale Verankerung und ein für die Menschen vor Ort wichtiges und vielfältiges Leistungsangebot. Wir wollen diese gewachsenen Strukturen erhalten, notwendige Investitionen ermöglichen und gemeinsam mit den Beteiligten eine nachhaltige Perspektive für die Einrichtungen schaffen.“

Betrieb unter herausfordernden Bedingungen fortgeführt

Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Lösung war die durchgängige Fortführung des Seniorenheims seit der Antragstellung. Pflege, Betreuung und Versorgung der Bewohner waren während des gesamten vorläufigen Verfahrens gewährleistet. Die vorläufige Insolvenzverwalterin arbeitete dabei eng mit der Heimleitung, den Mitarbeitern und der zuständigen Heimaufsicht zusammen.

„Die Fortführung einer Pflegeeinrichtung in einem Insolvenzverfahren ist mit besonderen Anforderungen verbunden. Dass der Betrieb auch unter diesen herausfordernden Bedingungen verlässlich aufrechterhalten werden konnte, ist dem großen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Besonders hervorheben möchte ich diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bis zur Erschöpfung für eine Fortführungslösung gekämpft haben. Ohne ihr Engagement wäre eine solche Lösung nicht möglich gewesen. Ebenso gilt mein Dank der Heimaufsicht für die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen. Sie hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass wir den Betrieb stabilisieren konnten und nun diese Zukunftslösung erreicht haben“, so Dr. Ria Brüninghoff.

Die Lebenswelten Holding bündelt Betriebs- und Immobilienbeteiligungen im Bereich sozialer Infrastruktur. Gesellschafter sind die prop Projekte Partner GmbH und das Zentrum für Sozialimmobilien (ZSI). Die prop Projekte Partner GmbH mit Sitz in Hannover ist auf Transaktionen, Investitionen und Projektentwicklungen im Bereich sozialer Infrastruktur spezialisiert. Das inhabergeführte Unternehmen verfügt über umfassende Erfahrung aus mehreren hundert Transaktionen in den Bereichen Pflege, betreutes Wohnen und weiteren Sozialimmobiliensegmenten. Das Zentrum für Sozialimmobilien (ZSI) ist Makler und Berater bei Immobilien- und Betriebstransaktionen im Sozialwesen.

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