PressemitteilungInsolvenz

PLUTA Partner Stefan Meyer ist vorläufiger Insolvenzverwalter der Penn Solutions GmbH – Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

Die Penn Solutions GmbH mit Sitz in Paderborn hat am 26. August 2026 einen Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Paderborn ordnete noch am selben Tag die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Geschäftsbetrieb des Textilunternehmens wird derzeit fortgeführt. Unmittelbar nach seiner Bestellung hat sich der vorläufige Insolvenzverwalter gemeinsam mit seinem PLUTA Team einen ersten Überblick über die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Unternehmens verschafft. Derzeit wird die Lage weiter analysiert. Zugleich werden die Möglichkeiten für eine nachhaltige Fortführung des Betriebs geprüft.

„Die wirtschaftliche Ausgangslage ist anspruchsvoll. Wir konnten in den vergangenen Wochen den Geschäftsbetrieb stabilisieren. Unsere Aufgabe ist es jetzt, gemeinsam mit allen Beteiligten die Voraussetzungen für eine tragfähige Fortführungslösung auszuloten. Dabei werden wir sämtliche zur Verfügung stehenden Optionen prüfen“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer.

Löhne und Gehälter über Insolvenzgeld abgesichert

Die Penn Solutions GmbH beschäftigt derzeit 91 Arbeitnehmer. Die Löhne und Gehälter sind zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert. Die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter haben die Beschäftigten am 28. August 2026 im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung über die Antragstellung und die nächsten Schritte informiert.

„Für die kommenden Wochen ist die weitere Unterstützung der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten von großer Bedeutung. Wir haben wichtige Gespräche mit den wesentlichen Beteiligten geführt. Unser Ziel ist es, möglichst gute Voraussetzungen für eine Fortführung des Unternehmens und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt Meyer.

Umsatz- und Auftragsrückgang belasten das Unternehmen

Das Unternehmen verzeichnet seit einiger Zeit einen erheblichen Umsatz- und Auftragsrückgang. Diese Entwicklung hat die wirtschaftliche Situation von Penn Solutions deutlich belastet. Nach Einschätzung der Geschäftsführung kommen schwierige Rahmenbedingungen für den Produktionsstandort Deutschland hinzu. Hierzu zählen insbesondere die Energiekosten, die sich für das Unternehmen innerhalb der vergangenen vier Jahre verdreifacht haben. Die Geschäftsführung sieht das Unternehmen zudem durch zunehmende europäische Regulierung sowie aus ihrer Sicht unfaire Wettbewerbsbedingungen gegenüber asiatischen Importen benachteiligt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter und sein Team werden die wirtschaftlichen Ursachen der Krise im weiteren Verlauf des Verfahrens umfassend prüfen.

Hohes technisches Know-how als Grundlage für Fortführungslösung

Penn Solutions verfügt über langjährige Erfahrung und ein hohes technisches Know-how bei der Herstellung gewirkter Textilien. Mit speziellen Wirkverfahren lassen sich innerhalb eines Textils unterschiedliche funktionale Eigenschaften erzeugen. So können beispielsweise einzelne Bereiche eines Kleidungsstücks elastisch ausgeführt werden, während andere Bereiche gleichzeitig eine stützende Funktion übernehmen. Dieses besondere Produktions- und Verfahrenswissen soll auch bei der Suche nach einer Fortführungslösung eine wichtige Rolle spielen.

„Penn Solutions verfügt über eine erfahrene Belegschaft und besonderes technisches Know-how. Das sind wichtige Voraussetzungen, auf denen wir bei der Suche nach einer Lösung aufbauen können. Wir werden in den kommenden Wochen den bereits laufenden strukturierten Investorenprozess intensiv vorantreiben, um schnellstmöglich eine belastbare Zukunftslösung für das Unternehmen zu finden“, erklärt Meyer.

Neben Meyer arbeiten im PLUTA Team die Rechtsanwälte Dr. André Wehner und Malte Ottemeier.

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