Investorenlösung für G-fashion-Gruppe trotz Corona-Pandemie
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Investorenlösung für G-fashion-Gruppe trotz Corona-Pandemie

17. Juli 2020 · Bayreuth · Geschäftsfeld Insolvenzverwaltung

Trotz vorangegangener Filialschließungen in der Corona-Krise gibt es eine Nachfolgelösung für die G-fashion-Gruppe. Eine Beteiligungsgesellschaft hat zum 1. Juli 2020 zwei Filialen des Textileinzelhändlers in München sowie die Zentrale der Gruppe in Bindlach übernommen.

Die Gruppe, die im stationären Textilhandel tätig ist, besteht aus drei Gesellschaften (G-fashion Goldberg GmbH, Argo Textilfacheinzelhandel GmbH sowie Arac GmbH) und betrieb elf Filialen unter den Marken. „G-fashion“ und „G-point“ in Coburg, Schweinfurt, Regensburg, München, Bayreuth, Erlangen und am Unternehmenssitz in Bindlach. Seit Herbst 2019 befindet sich die gesamte Gruppe in einem strukturierten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Geschäftsbetrieb in den Filialen wurde seit der Antragstellung fortgeführt.

Unterstützt wird die Geschäftsführung während des Eigenverwaltungsverfahrens von Rechtsanwalt Gunther Neef von der Kanzlei Neef Schwarz + Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Kanzleien in Fürth und Hof. Er ist als Sanierungsgeschäftsführer tätig. Das Amtsgericht Bayreuth bestellte Ulrich Pfeifer für die Argo Textilfacheinzelhandel GmbH, Peter Roeger für die G-fashion Goldberg GmbH und Holger Christian Buehler für die Arac GmbH als Sachwalter. Die Sanierungsexperten der PLUTA Rechtsanwalts GmbH begleiten das Verfahren im Sinne der Gläubiger.

Corona-Krise trifft Gruppe im Investorenprozess

Bereits im vergangenen Jahr startete der Investorenprozess für das Unternehmen. „Wir haben mit zahlreichen Interessenten gesprochen. Trotz der schwierigen Marktsituation im textilen Einzelhandel sind wir auf reges Interesse bei Investoren gestoßen. Selbst die erfahrungsgemäß schwierige Koordination mit den unterschiedlichen Vermietern der Filialen, allesamt große Immobilienunternehmen, sind sehr gut verlaufen und haben die Sanierung in greifbare Nähe gerückt“, erklärt Rechtsanwalt Neef.

Noch während der laufenden Gespräche mussten am 18. März 2020 jedoch alle Filialen geschlossen werden. Grund war der Corona-Lockdown in Bayern. Die bereits endverhandelten Verträge zur übertragenden Sanierung konnten nicht mehr plangemäß abgeschlossen werden.

Lösung in letzter Minute

Die Geschäftsführung musste daher die Stilllegung des Betriebes zum 30. Juni 2020 vorbereiten. Nach der teilweisen Öffnung der Geschäfte ab Mitte Mai wurde ein Räumungsverkauf für die noch vorhandene Ware durchgeführt.

Sanierungsexperte Neef führte auch in dieser Situation weitere Gespräche mit einem potenziellen Investor. Trotz der schwierigen Pandemie-Lage gelang in konstruktiven Verhandlungen schließlich eine Einigung in „letzter Minute“.

Zum Stichtag 1. Juli 2020 übernimmt der Investor die zwei umsatzstarken Filialen in München Pasing und München Riem sowie die Zentrale in Bindlach. Die bisherige Geschäftsführerin Heike Goldberg bleibt an Bord. Über weitere Details wie den Kaufpreis vereinbarten die Verantwortlichen Stillschweigen.

Das Fazit von Gunther Neef: „Besonders erfreulich ist, dass mit den umsatzstarken Filialen zahlreiche Mitarbeiter trotz der Krise im Einzelhandel und trotz Corona ihre Arbeitsplätze behalten. Ein sehr erfreuliches Ergebnis, und das fünf nach zwölf!“ Auch Peter Roeger freut sich: „Die nun erreichte Lösung stellt das bestmögliche Ergebnis für die Gläubiger dar“, ergänzt der Sachwalter und PLUTA-Sanierungsexperte.

PLUTA Experten

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Ulrich Pfeifer
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

Peter Roeger

Peter Roeger
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Wirtschaftsjurist

Holger Christian Buehler

Holger Christian Buehler
Diplom-Wirtschaftsjurist

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Patrick Sutter
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