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Patrick Sutter
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Als PDF herunterladenPositive Nachrichten verkündet Insolvenzverwalter Ingo Thurm von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH: Die Zukunft der Metallgießerei Wilhelm Funke GmbH & Co. KG aus Alfeld ist gesichert. Die Gläubiger haben dem vorgelegten Insolvenzplan im heutigen Abstimmungstermin einstimmig zugestimmt.
Die Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan ist sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Nach der gerichtlichen Bestätigung des Plans kann das Insolvenzverfahren zeitnah beendet werden. Für den Betrieb schafft dies Rechtssicherheit, klare Strukturen und die Grundlage für eine dauerhafte Fortführung des Geschäftsbetriebs außerhalb des Insolvenzverfahrens.
Ein zentrales Element der Zukunftsaufstellung im Rahmen des Insolvenzplans ist die strategische Diversifizierung des Geschäftsmodells, um das Unternehmen breiter und stabiler aufzustellen. Hierfür werden die bisherigen Geschäfts- und Tätigkeitsfelder erweitert, beispielsweise im Bereich der Luftfahrttechnik sowie im Rüstungsbereich. Bei Antragstellung waren 98 Mitarbeiter beschäftigt, aktuell sind 74 Mitarbeiter für den Betrieb tätig. Kündigungen hat der Insolvenzverwalter nicht ausgesprochen. Thurm und sein Team führten den Geschäftsbetrieb seit der Antragstellung mehr als 14 Monate fort. Zum PLUTA-Team gehören Rechtsanwalt Günther Hahn sowie Diplom-Ökonom Jürgen Schendel.
Gute Auftragslage, neue Gesellschafterstruktur
Das Unternehmen verfügt nach wie vor über eine gute Auftragslage. Der Betrieb der Gießerei wird nahtlos fortgesetzt. Gleichzeitig wird mit der Umsetzung des Plans die neue Gesellschafterstruktur wirksam. Künftig sind im Unternehmen zwei zusätzliche Gesellschafter an Bord, die Know-how und wirtschaftliche Stabilität einbringen. Sascha Festing und Jan Kaste sind bereits seit einigen Jahren als Geschäftsführer bzw. in leitender Position im Unternehmen tätig. Diese erweiterte Gesellschafterbasis bildet eine wichtige Grundlage für die strategische Weiterentwicklung und die nachhaltige Zukunftsaufstellung des Unternehmens. Wilhelm Funke und Jürgen Dreyer halten weiterhin Gesellschafteranteile, Birgit Bredthauer wird künftig nicht mehr Gesellschafterin sein.
„Wir freuen uns über dieses Ergebnis. Die Zustimmung der Gläubiger ist ein starkes Signal des Vertrauens und der entscheidende Schritt für den Neustart“, erklärt Insolvenzverwalter Ingo Thurm. „Ich danke den Gläubigern für die konstruktive Zusammenarbeit sowie dem gesamten Team für den großen Einsatz während des Verfahrens. Mit der neuen Gesellschafterstruktur ist das Unternehmen gut aufgestellt, um den zuletzt eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen.“
Das Insolvenzverfahren wird planmäßig weiterbearbeitet, bevor es voraussichtlich Ende Februar 2026 aufgehoben werden kann. Die erste Ausschüttung an die Gläubiger wird noch im ersten Halbjahr 2026 erfolgen.
Die Metallgießerei Wilhelm Funke GmbH & Co. KG aus Alfeld (Leine) hatte im Herbst 2024 einen Insolvenzantrag gestellt, das Amtsgericht Hildesheim ordnete daraufhin am 29. Oktober 2024 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft an. Das Gericht bestellte Ingo Thurm von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Am 1. Januar 2025 eröffnete das Amtsgericht das Verfahren und bestellte Thurm zum Insolvenzverwalter.
PLUTA Experten

Ingo Thurm
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

Günther Hahn
Rechtsanwalt

Jürgen Schendel
Diplom-Ökonom