Wohnungsbau-Genossenschaft durch Insolvenzplan gerettet

Für die Wohnungsbau-Genossenschaft MARO ermöglichte PLUTA einen Neuanfang. Das Insolvenzverwalterteam entwickelte eine kreative Insolvenzplanlösung. Damit bleibt die Genossenschaft erhalten, die bezahlbaren Wohnraum für rund 700 Bewohner in mehreren Häusern in Bayern bietet.
Herausforderungen
Die MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG realisierte mehrere Mehrgenerationen-Wohnprojekte sowie Demenz-Wohngemeinschaften im Großraum München und Oberbayern. Infolge von Zahlungsengpässen geriet die Genossenschaft mit rund 2.100 Mitgliedern in eine existenzielle Krise.
Die Herausforderung bestand darin, die Genossenschaft mit ihrer sozialen Mission und ihren gemeinschaftlich organisierten Wohnformen zu erhalten, ohne Projekte abbrechen oder Mietverhältnisse gefährden zu müssen.
Lösung
Insolvenzverwalter Ivo-Meinert Willrodt erarbeitete mit seinem PLUTA-Team einen Insolvenzplan, der darauf ausgerichtet war, die Genossenschaft strukturell neu aufzustellen und finanziell zu stabilisieren. Dies erfolgte in enger Abstimmung mit dem Vorstand, den Banken, den Gläubigern und Mitgliedern.
Der Plan wurde so gestaltet, dass alle bestehenden Wohnanlagen im Bestand verbleiben und weiter vermietet werden können, während gleichzeitig die Finanzierung für laufende und künftige Projekte gesichert wird.
Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, dass ein Insolvenzplan auch bei einer Genossenschaft ein wirkungsvolles Instrument sein kann.
Ergebnis
Die Gläubiger stimmten dem vorgelegten Insolvenzplan einstimmig zu, ein starkes Vertrauenssignal in die gemeinsame Lösung. Durch die Umsetzung des Plans konnte die Genossenschaft nachhaltig saniert werden; die MARO 2.0 ist finanziell solide aufgestellt und kann ihren Geschäftsbetrieb dauerhaft fortführen. Alle bewohnten Anlagen bleiben erhalten, die Bewohner können weiterhin in ihren Wohnungen bleiben. Und die Gläubiger erhalten eine sehr hohe Quote.
- 2.100 Mitglieder der Genossenschaft
- 700 Bewohner verbleiben in den Wohnungen
- 50 % Insolvenzquote für die Gläubiger