PLUTA Rechtsanwalt Brachwitz findet Investoren für acht Standorte der GfA Tagesstätten
Von den mehr als 90 Arbeitsplätzen bleiben rund 80 erhalten. Das entspricht etwa 90 Prozent der Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter werden übernommen und arbeiten künftig bei den neuen Betreibern. Die GfA Tagesstätten GmbH betreibt zehn Seniorentagespflegeeinrichtungen in Brandenburg und zwei in Berlin. In der Tagespflege betreuen und versorgen die Fachkräfte in den Einrichtungen die Seniorinnen und Senioren, die tagsüber Hilfe und Pflege benötigen, aber in den eigenen vier Wänden wohnen.
Optimale Lösungen
Acht der ursprünglich zwölf Betriebsstätten konnten nach intensiven Verhandlungen im Rahmen eines Asset Deals an fünf verschiedene Investoren verkauft werden. Die Geschäftsbetriebe der beiden Tagesstätten in Berlin in Hohenschönhausen und Lichtenberg werden von einem großen sozialen Träger fortgeführt. In Brandenburg gibt es Lösungen für die sechs Standorte in Falkensee, Friesack, Lietzow, Potsdam, Schorfheide und Wustermark. Die drei Standorte in Rathenow, Ketzin und Nauen wurden geschlossen bzw. teilweise mit dem Standort Elstal zusammengelegt, den der Insolvenzverwalter derzeit operativ saniert und weiterbetreibt. Ziel ist es, auch für diesen Standort noch eine Investorenlösung zu erreichen.
Der Verwalter hat alle Unternehmenskaufverträge final mit den Erwerbern verhandelt und unterzeichnet. Auch die Gläubigerversammlung hat bereits zugestimmt. Die Mitarbeiter wurden über die gefundenen Lösungen informiert. Der wirtschaftliche Übergang erfolgt, sobald die neuen Betreiber die erforderlichen Verträge mit den Pflegekassen abgeschlossen haben und die neuen Versorgungsverträge vorliegen. Bis dahin führt der Insolvenzverwalter auch die verkauften Standorte uneingeschränkt weiter fort. Damit ist die Versorgung der betreuten Menschen auch in der Übergangsphase gesichert.
Eine Gesamtlösung für alle Standorte war im Verfahren nicht möglich. Trotz vieler in den letzten Monaten geführter Gespräche war kein Investor bereit, alle Standorte zu übernehmen. Daher konzentrierte sich das PLUTA Team darauf, für die Betriebsstätten einzelne Lösungen zu realisieren. Hierbei wurde Rechtsanwalt Frank Brachwitz von Rechtsanwalt Nicolas Konkel und weiteren erfahrenen Mitarbeitern seines Teams unterstützt. Mit der Durchführung des Investorenprozesses waren die M&A-Experten der WMCF GmbH beauftragt.
Mehr als vier Monate Betriebsfortführung
Insolvenzverwalter Frank Brachwitz sagt: „In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Wir haben für jeden Standort genau untersucht, welche Lösung möglich ist. Am Ende konnten wir für acht Standorte Investoren aus der Branche finden. Damit können die Angebote für die betreuten Menschen weitergeführt werden.“
Seit der Antragstellung vor mehr als vier Monaten läuft der Betrieb der Tagesstätten weiter. Das Amtsgericht Charlottenburg hatte am 5. Mai 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Am 1. Juli wurde das Verfahren eröffnet und Rechtsanwalt Frank Brachwitz zum Insolvenzverwalter bestellt. Auch im eröffneten Verfahren, in dem die Einrichtungen unter Vollkosten laufen, kümmerten sich die Mitarbeiter wie gewohnt um die betreuten Menschen.
„Unser Ziel war es von Anfang an, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten sowie eine langfristige Betreuung und Versorgung der Klienten zu gewährleisten. Das ist uns gelungen. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern, die in den vergangenen Monaten sehr engagiert weitergearbeitet haben“, sagt PLUTA Rechtsanwalt Frank Brachwitz.