PressemitteilungRestrukturierung

pvwerk saniert sich in Eigenverwaltung

Die pvwerk GmbH aus Hamburg hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Hamburg ordnete daraufhin am 7. September 2026 die vorläufige Eigenverwaltung an.

Das Verfahren zielt auf den Erhalt des Unternehmens ab. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird von Sanierungsexperten unterstützt. Bernd Richter von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH ist als Generalhandlungsbevollmächtigter tätig. Er wird unterstützt von Diplom-Kaufmann Jakob Weyres-von Levetzow und Rechtsanwalt Ingo Thurm. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Florian Gösch wird das PLUTA Team das Unternehmen in den kommenden Monaten durch das Verfahren führen und den Sanierungsprozess umsetzen. Rechtsanwalt Dr. Tjark Thies von der Kanzlei REIMER wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Er begleitet das Sanierungsverfahren im Interesse der Gläubiger.

Die pvwerk GmbH ist eine Schwestergesellschaft der ENERPARC AG, die seit dem 7. September 2026 unter vorläufiger Insolvenzverwaltung steht. In diesem Verfahren wurde Rechtsanwalt Stefan Denkhaus von der Kanzlei BRL zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Geschäftsbetrieb läuft weiter

Die ENERPARC AG ist ein bekannter Projektentwickler und Betreiber von Solarparks, während die pvwerk GmbH auf die Errichtung der Solarparks und in jüngster Zeit auf die Installation von Batteriespeichern spezialisiert ist.

Hintergrund der Eigenverwaltung ist die Insolvenz der Schwestergesellschaft. Seit der Gründung im Jahr 2011 konnte die pvwerk GmbH mehr als 500 Solarparks mit einer Gesamtleistung von über 5,5 Gigawatt realisieren.

Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter, die für die Errichtung der Solarparks und Batteriespeicher bis zu deren Inbetriebnahme verantwortlich sind und dabei mit Geschäftspartnern zusammenarbeiten. Die hochqualifizierten Mitarbeiter sowie ein eigener Maschinenpark garantieren hierbei eine wettbewerbsfähige Errichtung modernster Solarparks.

Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter. Ziel ist es, die bereits im Bau befindlichen Solarparks und Batteriespeicher fertigzustellen. Hierzu werden die Verantwortlichen in den kommenden Tagen und Wochen genau analysieren, welche der im Bau befindlichen Solarparks fertiggestellt werden können. Insgesamt befinden sich derzeit rund 100 Solarparks bzw. Batteriespeicherprojekte in der Bauphase, die von der ENERPARC AG beauftragt wurden; insoweit findet eine enge Abstimmung mit Stefan Denkhaus, dem vorläufigen Insolvenzverwalter der ENERPARC AG, statt.

Investorenprozess in die Wege leiten

Geschäftsführer Florian Gösch sagt: „Wir wollen die bereits im Bau befindlichen Solarparks möglichst fertigstellen, um damit einen zeitnahen Netzanschluss zu ermöglichen. Wir werden daher in enger Abstimmung mit unserem Auftraggeber, der ENERPARC AG, die im Bau befindlichen Projekte priorisieren und die Werthaltigkeit der Fertigstellung herausarbeiten. Wir wollen damit auch die Voraussetzungen für eine dauerhafte Fortführung der pvwerk GmbH legen, weil wir davon überzeugt sind, dass wir ein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell haben.“

Bernd Richter von PLUTA erklärt: „Die pvwerk verfügt über eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen, aus denen sich ihre Wettbewerbsfähigkeit ableitet. Die Fertigstellung der im Bau befindlichen Solarparks und Batteriespeicher erfordert neben der exzellenten bautechnischen Projektsteuerung der pvwerk eine belastbare und mit der ENERPARC AG abgestimmte Kalkulation der Fertigstellungskosten. Wir sind davon überzeugt, dass auf dieser Basis die Vorteilhaftigkeit der Fertigstellung der im Bau befindlichen Projekte herausgearbeitet werden kann und sich daraus auch eine langfristige Fortführungsperspektive für die pvwerk GmbH ergeben wird, die auch für Investoren interessant sein müsste.“

Der vorläufige Sachwalter Dr. Tjark Thies sagt: „Die Finanzierung der im Bau befindlichen Solarparks ist, soweit das einzelne Projekt wirtschaftlich vorteilhaft ist, sowohl im Interesse der Gläubiger der pvwerk GmbH als auch der ENERPARC AG. Wir werden daher im engen Austausch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter der ENERPARC AG bestrebt sein, den Auftragsbestand nach Möglichkeit vollständig abzuarbeiten.“

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