PressemitteilungInsolvenz

Caritasverband für Bocholt, Isselburg und Rhede e.V.: Gläubiger stimmen Insolvenzplan mit 100 Prozent zu – PLUTA Rechtsanwältin Dr. Brüninghoff als Sachwalterin tätig

Der Caritasverband für Bocholt, Isselburg und Rhede e.V. hat einen entscheidenden Schritt auf dem Weg seiner wirtschaftlichen Neuaufstellung erreicht. Die Gläubiger haben dem Insolvenzplan im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens heute einstimmig mit 100 Prozent zugestimmt. Das Gericht hat noch in dem Termin den Insolvenzplan bestätigt. Damit ist die Grundlage geschaffen, das Verfahren nach Ablauf der gesetzlichen Fristen zeitnah aufzuheben und die Sanierung erfolgreich abzuschließen.

Der Antrag auf Durchführung des Eigenverwaltungsverfahrens war Ende November des vergangenen Jahres gestellt worden. Ziel war es, den Verband nachhaltig zu restrukturieren, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und möglichst viele Arbeitsplätze und Einrichtungen zu sichern. Dieses Ziel konnte erreicht werden. So konnten ca. 870 und damit der ganz überwiegende Teil der Arbeitsplätze erhalten bleiben. Lediglich in wenigen Bereichen waren personelle Anpassungen unvermeidbar, um die Zukunftsfähigkeit des Verbandes dauerhaft zu sichern.

„Die Zustimmung der Gläubiger ist ein starkes Vertrauenssignal und bestätigt unseren eingeschlagenen Sanierungskurs. Hinter uns liegen intensive Monate, die allen Beteiligten viel abverlangt haben. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen Weg mit großem Engagement, hoher Professionalität und großer Loyalität begleitet haben“, so Vorständin Claudia Soggeberg. Der neue kaufmännische Vorstand Boris Lietz ergänzt: „Nun richten wir den Blick nach vorne und werden den begonnenen Erneuerungsprozess konsequent fortsetzen.“

„Die Annahme des Insolvenzplans mit einer so klaren Mehrheit ist ein sehr großer Erfolg des Eigenverwaltungsverfahrens. Sie zeigt, dass das erarbeitete Sanierungskonzept die Gläubiger überzeugt und eine tragfähige Perspektive für den Verband geschaffen wurde. Besonders erfreulich ist, dass der ganz überwiegende Teil der Arbeitsplätze erhalten werden konnte. Die nun noch anstehenden formalen Schritte werden voraussichtlich in absehbarer Zeit zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens führen. Der Verband verfügt damit über eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft“, so der Generalbevollmächtigte Markus Freitag. Der Rechtsanwalt und Sanierungsexperte aus der Kanzlei AndresPartner hatte den Caritasverband im gesamten Eigenverwaltungsverfahren mit seinem Team begleitet.

Er weist darauf hin, dass mit der Zustimmung zum Insolvenzplan die Sanierung noch nicht vollständig abgeschlossen ist und noch einige letzte formale Schritte ausstehen. Nach Abschluss dieser gesetzlichen Verfahrensschritte wird das Eigenverwaltungsverfahren voraussichtlich zeitnah aufgehoben werden.

Der Verband wird den begonnenen Restrukturierungskurs konsequent fortsetzen und die vorgesehenen Maßnahmen weiter umsetzen. Der Caritasverband blickt damit zuversichtlich auf die kommenden Jahre und sieht sich gut aufgestellt, seinen sozialen Auftrag auch künftig zuverlässig und nachhaltig erfüllen zu können.

Unterstützt wurde das Verfahren auch von der gerichtlich bestellten Sachwalterin Rechtsanwältin Dr. Ria Brüninghoff und ihrem Team von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH. „Ich freue mich, dass wir den Sanierungsweg erfolgreich gemeinsam beschreiten konnten, was nun auch durch die große Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan bekräftigt worden ist.“

Der Caritasverband für Bocholt, Isselburg und Rhede e.V. ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Er ist Träger zahlreicher Einrichtungen und Dienste im sozialen Bereich in den Städten Bocholt, Borken, Isselburg und Rhede.

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