#KfWDarlehen

Sonderprogramm für KMU*,
Mittelstand, Großunternehmen

Sonderprogramm für KMU*,
Mittelstand, Großunternehmen

Der Schutzschirm für Betriebe und Unternehmen wurde beschlossen, um über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Wirtschaft mit Finanzierungshilfen in Milliardenhöhe zu unterstützen. Der Umfang der finanziellen Hilfe ist dabei abhängig von der Unternehmensform. Die Antragstellung soll dabei einfach und unbürokratisch erfolgen.

Optionen des Corona-Schutzschirms

Die Bundesregierung hat einen Schutzschirm für Betriebe und Unternehmen aufgelegt, unter welchem Finanzierungshilfen in Milliardenhöhe über bestehende und neue Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an Unternehmen ausgegeben werden sollen. Diese gliedern sich in verschiedene Hilfsprogramme mit unterschiedlichen Voraussetzungen.

KfW-Schnellkredit

Voraussetzungen für den KfW-Schnellkredit

  • Die Antragstellung und Kreditvergabe erfolgt über die Hausbanken
  • Das Unternehmen weist in Summe der Jahre 2017-2019 (oder sofern das Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen) oder im Jahr 2019 einen Gewinn aus, beschäftigt mehr als 10 Arbeitnehmer und ist vor 01.01.2019 am Markt aktiv gewesen.
  • Keine Ausschüttung von Gewinnen oder Dividenden während der Kreditlaufzeit
  • Abschluss muss bis spätestens 31.12.2020 erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt kann kein weiterer KfW-Kredit beantragt werden. Ausgeschlossen ist ein Wechsel von anderen KfW-Krediten und auch eine Kumulierung mit Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder mit Programmen der Bürgschaftsbanken, die wegen der Coronakrise erweitert wurden.
  • Ausgenommen von Sonderprogrammen sind Unternehmen, die bereits zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, widerlegbar durch:
    • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse müssen ausgewiesen werden
    • Es dürfen keine ungeregelten Zahlungsrückstände > 30 Tage vorliegen, sowie keine Stundungsvereinbarungen und keine Covenantbrüche

    EU-Kommission für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (Amtsblatt der EU Nr. C 249/1 vom 31.07.2014) konkretisiert das Kriterium „Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten“

    • Es besteht Insolvenzreife oder ein Insolvenzverfahren ist bereits eingeleitet
    • Die Eigenkapitalausstattung ist:
Eigenkapital 2019
Stammkapital (bzw. gezeichnetes Kapital 2019)
< 50%
Verlust 2019
Eigenmittel 2019
< 50%
Verschuldungsgrad
FK
EK
< 7,5
Zinsdeckungsgrad
EBITDA
Zinsen
< 1,0

Die Formeln sind für 2018 / 2019 anzuwenden

Umfang des KfW-Schnellkredits

Volumen
  • bis 800 TEUR für Betriebsmittel und Investitionen
    • max. 300 TEUR für Unternehmen mit bis zu 50 Arbeitnehmern
    • max. 500 TEUR für Unternehmen mit bis zu 50 Arbeitnehmern
    • max. 800 TEUR für Unternehmen mit mehr als 50 Arbeitnehmern
    • max. bis zu 25% des Jahresumsatzes 2019
Risikoübernahme
  • 100% des Kreditausfallrisikos wird übernommen
sonstiges
  • Risikoprüfung weder durch die Hausbank noch durch die KfW
    Beachte: Möglicherweise Erklärung der Geschäftsführung bzgl. Erfüllung der Kriterien notwendig
  • Zinssatz 3%
  • Laufzeit bis zu 10 Jahren mit 2 tilgungsfreien Jahren
  • Kreditnehmer haftet zu 100% für die Rückführung

PLUTA unterstützt bei:

  1. Prüfung der Voraussetzungen und Verhandlungen mit Hausbanken
    • Begleitende Sanierungsmaßnahmen und Verhandlungen mit Stakeholdern
  2. Stellung von Finanzierungsanträgen mit Nachweisen
    • Finanzielle Verhältnisse 2018-2019
    • (Integrierte) Unternehmensplanung für 2020/2021
    • Szenariorechnung (Zeitraum und Ausmaß) des COVID-19-Effekts
    • Begleitung bei ggf. notwendiger Dokumentation der Mittelverwendung
  3. Vorsorgliche Entwicklung von Alternativszenarien und begleitende insolvenzrechtliche Beratung

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ERP-Gründerkredit & KfW-Unternehmerkredit

Voraussetzungen für den ERP Gründerkredit (<5 Jahre) &
KFW Unternehmerkredit (>5 Jahre)

  • Die Antragstellung und Kreditvergabe erfolgt über die Hausbanken
  • Bei Antragstellung sollte eine Durchfinanzierung nach aktueller Planung bis 31.12.2020 und eine positive Fortführungsprognose gegeben sein. Alles unter der Annahme, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation wieder normalisiert
  • Ausgeschlossen sind Ausschüttungen von Dividenden oder Gewinnen (über marktüblichen Ausschüttungen/Entnahmen für Geschäftsinhaber (natürliche Personen)).
  • Die Kombination des ERP-Gründerkredits und des KfW-Unternehmerkredits mit anderen Fördermitteln (Krediten, Zulagen und Zuschüssen) ist grundsätzlich möglich. Eine Kombination mit dem KfW-Schnellkredit 2020 oder anderen KfW-/ERP-Programmen mit Risikoübernahme ist jedoch ausgeschlossen.
  • Ausgenommen von Sonderprogrammen sind Unternehmen, die bereits zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, widerlegbar durch:
    • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse müssen ausgewiesen werden
    • Es dürfen keine ungeregelten Zahlungsrückstände > 30 Tage vorliegen, sowie keine Stundungsvereinbarungen und keine Covenantbrüche

    EU-Kommission für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (Amtsblatt der EU Nr. C 249/1 vom 31.07.2014) konkretisiert das Kriterium „Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten“

    • Es besteht Insolvenzreife oder ein Insolvenzverfahren ist bereits eingeleitet
    • Die Eigenkapitalausstattung ist:
Eigenkapital 2019
Stammkapital (bzw. gezeichnetes Kapital 2019)
< 50%
Verlust 2019
Eigenmittel 2019
< 50%
Verschuldungsgrad
FK
EK
< 7,5
Zinsdeckungsgrad
EBITDA
Zinsen
< 1,0

Die Formeln sind für 2018 / 2019 anzuwenden

Umfang des ERP Gründerkredits (<5 Jahre) &
KFW Unternehmerkredits (>5 Jahre)

Volumen
  • Kredite bis zu 100 Mio. EUR sind für Betriebsmittel und Investitionen möglich; zusätzlich gibt es einen Unternehmerkredit für Warenlager, Beteiligungen/Übernahmen oder Leasing in Höhe von
    • maximal 25% des Umsatzes von 2019 oder
    • maximal das doppelte der Lohnkosten 2019 oder
    • in Höhe des aktuellen Liquiditätsbedarfs für 12 (KMU) oder 18 (große Unternehmen) Monate oder
    • in Höhe von 50% der Gesamtverschuldung oder 30% der Bilanzsumme (bei Volumen >25 Mio. EUR) nach Konsolidierung
Risikoübernahme
  • in Höhe von 80% für große Unternehmen bzw. 90% für KMU* möglich; das Kreditausfallrisiko wird übernommen,
  • auch ohne Risikoübernahme möglich,
  • der Rest wird über die Hausbank abgewickelt (üblicherweise gegen Sicherheiten)
sonstiges
  • Vereinfachte Risikoprüfung durch die KfW; zusätzliche Risikoprüfung Hausbanken für Risikoanteil
  • Zinssätze zwischen 1%-1,46% (KMU*) bzw. 2%-2,12%
  • Bereitstellungsprovision von 0,15% p.M.
  • Laufzeiten zwischen 2 und 20 Jahren, abhängig von Risikoübernahme und Verwendungszweck sowie Tilgungsplan
  • Kreditnehmer haftet zu 100% für die Rückführung

PLUTA unterstützt bei:

  1. Prüfung der Voraussetzungen und Verhandlungen mit Hausbanken
    • Identifikation von Besicherungspotenzialen
    • Begleitende Sanierungsmaßnahmen und Verhandlungen mit Stakeholdern
  2. Stellung von Finanzierungsanträgen mit Nachweisen
    • Finanzielle Verhältnisse 2018-2019
    • (Integrierte) Unternehmensplanung für 2020/2021
    • Szenariorechnung (Zeitraum und Ausmaß) des COVID-19-Effekts
    • Begleitung bei ggf. notwendiger Dokumentation der Mittelverwendung
  3. Vorsorgliche Entwicklung von Alternativszenarien und begleitende insolvenzrechtliche Beratung

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Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung

Voraussetzungen für die Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung

  • Die Antragstellung und Kreditvergabe erfolgt über die Hausbanken
  • Bei Antragstellung sollte eine Durchfinanzierung nach aktueller Planung bis 31.12.2020 und eine positive Fortführungsprognose gegeben sein. Alles unter der Annahme, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation wieder normalisiert
  • Gewinn- und Dividendenausschüttungen sind während der Laufzeit des Kredits nicht zulässig
  • Ausgenommen von Sonderprogrammen sind Unternehmen, die bereits zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, widerlegbar durch:
    • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse müssen ausgewiesen werden
    • Es dürfen keine ungeregelten Zahlungsrückstände > 30 Tage vorliegen, sowie keine Stundungsvereinbarungen und keine Covenantbrüche

    EU-Kommission für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (Amtsblatt der EU Nr. C 249/1 vom 31.07.2014) konkretisiert das Kriterium „Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten“

    • Es besteht Insolvenzreife oder ein Insolvenzverfahren ist bereits eingeleitet
    • Die Eigenkapitalausstattung ist:
Eigenkapital 2019
Stammkapital (bzw. gezeichnetes Kapital 2019)
< 50%
Verlust 2019
Eigenmittel 2019
< 50%
Verschuldungsgrad
FK
EK
< 7,5
Zinsdeckungsgrad
EBITDA
Zinsen
< 1,0

Die Formeln sind für 2018 / 2019 anzuwenden

Umfang der Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung

Volumen
  • Risikobeteiligung an Fremdkapitalfinanzierungen >25 Mio. EUR für Betriebsmittel und Investitionen
    • max. 25% des Umsatzes von 2019 oder
    • max. das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder
    • aktuellen Liquiditätsbedarf für 12 Monate oder
    • max. 50% der Gesamtverschuldung oder 30% der Bilanzsumme (inkl. verb. Unternehmen nach Konsolidierung)
    • Maßgeblich für den Kredithöchstbetrag ist die höhere der beiden vorgenannten Grenzen.
Risikoübernahme
  • 80% des Kreditausfallrisikos wird übernommen
  • der Rest wird über die Hausbank abgewickelt (üblicherweise gegen Sicherheiten)
sonstiges
  • Laufzeit bis zu 6 Jahre pari passu der Finanzierungspartner zu Marktkonditionen
  • Nachweis des programmgemäßen Mitteleinsatzes erforderlich

PLUTA unterstützt bei:

  1. Prüfung der Voraussetzungen und Verhandlungen mit Hausbanken
    • Identifikation von Besicherungspotenzialen
    • Begleitende Sanierungsmaßnahmen und Verhandlungen mit Stakeholdern
  2. Stellung von Finanzierungsanträgen mit Nachweisen
    • Finanzielle Verhältnisse 2018-2019
    • (Integrierte) Unternehmensplanung für 2020/2021
    • Szenariorechnung (Zeitraum und Ausmaß) des COVID-19-Effekts
    • Begleitung bei ggf. notwendiger Dokumentation der Mittelverwendung
  3. Vorsorgliche Entwicklung von Alternativszenarien und begleitende insolvenzrechtliche Beratung

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Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Voraussetzungen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für Mittelstand / Großunternehmen

  • Für Unternehmen der Realwirtschaft, d.h. Unternehmen die nicht Unternehmen des Finanzsektors und keine Kredit- oder Brückeninstitute sind und die in den letzten beiden bereits bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2020 mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt haben
    • Bilanzsumme ≥ € 43 Mio.
    • Umsatz > € 50 Mio.
    • > 249 Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)
  • und
    • denen anderweitigen Finanzierungsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen und
    • für die durch die Stabilisierungsmaßnahmen eine klare eigenständige Fortführungsperspektive nach Überwindung der Pandemie besteht und
    • die sich nicht bereits zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben und
    • die (im Falle der Inanspruchnahme von Gewährleistungs- und Rekapitalisierungsmaßnahmen) Gewähr für eine solide und umsichtige Geschäftspolitik bieten (insbesondere indem sie einen Beitrag zur Stabilisierung von Produktionsketten und zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten)
  • Ausgenommen von Sonderprogrammen sind Unternehmen, die bereits zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, widerlegbar durch:
    • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse müssen ausgewiesen werden
    • Es dürfen keine ungeregelten Zahlungsrückstände > 30 Tage vorliegen, sowie keine Stundungsvereinbarungen und keine Covenantbrüche
    EU-Kommission für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (Amtsblatt der EU Nr. C 249/1 vom 31.07.2014) konkretisiert das Kriterium „Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten“
    • Es besteht Insolvenzreife oder ein Insolvenzverfahren ist bereits eingeleitet
    • Die Eigenkapitalausstattung ist:
Eigenkapital 2019
Stammkapital (bzw. gezeichnetes Kapital 2019)
< 50%
Verschuldungsgrad
FK
EK
< 7,5
Zinsdeckungsgrad
EBITDA
Zinsen
< 1,0
Verlust 2019
Eigenmittel 2019
< 50%
Verschuldungsgrad
FK
EK
< 7,5
Zinsdeckungsgrad
EBITDA
Zinsen
< 1,0

Im Einzelfall auch Entscheidung über kleinere Unternehmen, sofern diese in einem der in § 55 Außenwirtschaftsverordnung genannten Sektoren tätig oder von vergleichbarer Bedeutung für die Sicherheit oder die Wirtschaft sind.

Umfang des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für Mittelstand / Großunternehmen

  • Basis: Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz vom 17. Oktober 2008 (BGB1. I S. 1982). Zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 10. Juli 2018 (BGB1. I S. 1102) wird erweitert um Abschnitt 2: „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“.
  • Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds dient der Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft durch Überwindung von Liquiditätsengpässen und durch Schaffung der Rahmenbedingungen für eine Stärkung der Kapitalbasis von Unternehmen, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt hätte.
  • Befristung: Stabilisierungsmaßnahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds sind bis zum 31. Dezember 2021 möglich.
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner für die Unternehmen. Zuständig für die Prüfung der Anträge ist für
    • Garantien bis zu einem Volumen von bis € 100 Mio. die KfW;
    • Garantien in Höhe von € 100 Mio. bis € 500 Mio. sowie über Rekapitalisierungen bis € 200 Mio. das BMWi und BMF im Einvernehmen.
    • Garantien ab € 500 Mio. und Rekapitalisierungen ab € 200 Mio. der interministerielle WSF-Ausschuss.
  • Die Entscheidung über den Antrag findet außerdem Berücksichtigung a) der Bedeutung des Unternehmens für die Wirtschaft Deutschlands, b) der Dringlichkeit, c) der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und den Wettbewerb und des d) Grundsatzes des möglichst sparsamen und wirtschaftlichen Einsatzes der Mittel des Wirtschaftsstabilisierungsfonds.
  • Finanzagenturen können für entstehende Kosten gem. §3e FMStFG Erstattungspauschalen von Unternehmen verlangen.
  • Instrumente:
    • Garantien:
      • Ermächtigung des WSF zur Übernahme von Garantien von in Summe bis zu € 400 Mrd. für bis zum 31. Dezember 2021 begebene Schuldtitel und begründete Verbindlichkeiten (Darlehen und Betriebsmittellinie) von Unternehmen für bis zu 5 Jahre
      • Betrag begrenzt auf
        • max. das zweifache der Lohn- und Gehaltszahlungen inkl. Sozialabgaben oder
        • max. 25% der Umsatzerlöse in 2019 oder
        • in Höhe des nachvollziehbar planerisch abgeleiteten Finanzbedarfs der kommenden 12 Monate.
      • Risikoübernahme bis maximal 90%, wobei für den zu verbürgenden Kredit sämtliche dem Kreditnehmer zumutbaren und wirtschaftlich sinnvollen Sicherheiten zu bestellen sind.
    • Beteiligungen (über Kreditermächtigung von bis zu € 100 Mrd.):
      • Ermächtigung zur Beteiligung des WSF an Rekapitalisierungsmaßnahmen (Erwerb von nachrangigen Schuldtiteln, Hybridanleihen, Genussrechten, stillen Beteiligungen, Wandelanleihen als auch den Erwerb von Anteilen an Unternehmen und die Übernahme sonstiger Bestandteile des Eigenkapitals dieser Unternehmen) von Unternehmen zu marktgerechten Bedingungen.
      • Plausible Darlegung der planerischen Erreichbarkeit einer wieder eigenständige Finanzierungsfähigkeit (auch ohne Gutachten möglich)
      • Betrag begrenzt auf max. den Betrag, der erforderlich ist, den in Folge der Corona-Krise verlustbedingten Eigenkapitalverzehr zu kompensieren und das Eigenkapital absolut oder in Relation zur Bilanzsumme (niedrigere Betrag maßgeblich) in Höhe des am 31.12.2019 vorhanden Niveaus (ggf. Anpassung im Hinblick auf einen saisonalen Geschäftsverlauf notwendig) wiederherzustellen.
      • Gewährung der stillen Beteiligung bis spätestens zum 30.06.2021.
      • Auch eine Verlustbeteiligung ist möglich.
      • Rückzahlung innerhalb von 6-10 Jahren gemäß vereinbartem Rückzahlungsplan.
      • Gewinnbeteiligung in Höhe eines Festkupons 4,0% bis 9,5% je nach Laufzeit.
    • KfW-Darlehen (über Kreditermächtigung von bis zu € 100 Mrd.):
      • Der WSF kann Darlehen an die KfW zur Refinanzierung ihrer Sonderprogramme (siehe #KfWDarlehen) gewähren. Die näheren Bedingungen der Darlehensgewährung legt der WSF im Einzelfall fest.
    • Garantien für Anleihen:
      • Emission einer nicht nachrangigen Anleihe/Schuldverschreibung.
      • Ausgeschlossen sind Ablösung oder unmittelbare Anschlussfinanzierung bestehender Finanzierungen.
      • Es werden nur Garantien für Anleihen übernommen, die aufgrund der Kriterien Stückelung und Zielmarktkriterien ausschließlich auf die Zeichnung durch institutionelle Investoren ausgerichtet sind. Garantien für auch Privatanlegern zur Zeichnung oder zu Erwerb zugängliche Anleihen werden nicht übernommen.
      • Es werden Garantien für Inhaber- oder auch Namensschuldverschreibungen, besichert oder unbesichert, übernommen. Eine Börsenzulassung ist nicht erforderlich.
      • Ein gesondertes Mindestvolumen für die zu garantierende Anleiheemission über die o.g. grundsätzliche Schwelle von 5 Mio. Euro ist nicht zu berücksichtigen.
      • Die Emission der Anleihe hat bis spätestens zum 31.12.2020 zu erfolgen; gegebenenfalls später Verlängerung der Gewährungsfristen.
      • Die Laufzeit der Anleihe darf 5 Jahre nicht überschreiten. Eine Emission in Tranchen unterschiedlicher Laufzeit ist zulässig. Ebenso die Vereinbarung vorfristiger Rückzahlung in den Anleihebedingungen.
    Hinweis: Nähere Bestimmungen (z.B. Gegenleistung, Obergrenzen, Bedingungen, branchenspezifische Restrukturierungsmaßnahmen) der einzelnen Instrumente kann das Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, erlassen.

PLUTA unterstützt bei:

  1. Prüfung der Voraussetzungen und Verhandlungen
    • Prüfung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten
    • Prüfung der Kriterien von „Unternehmen in Schwierigkeiten“
    • Fortführungsprognose
    • Verhandlung der individuellen näheren Bestimmungen der einzelnen Instrumente
  2. Stellung von Finanzierungsanträgen mit Nachweisen
    • Finanzielle Verhältnisse 2018-2019
    • (Integrierte) Unternehmensplanung für 2020/2021
    • Szenariorechnung (Zeitraum und Ausmaß) des COVID-19-Effekts
    • Begleitung bei ggf. notwendiger Dokumentation der Mittelverwendung
  3. Vorsorgliche Entwicklung von Alternativszenarien und begleitende insolvenzrechtliche Beratung

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Beteiligungsfinanzierung für Start-ups und kleine Unternehmen

Mit Beteiligung eines Venture-Capital-Fonds

  • Voraussetzungen und Umfang
    • Unterstützung durch die KfW Capital für Start-ups und junge Unternehmen,
    • die einen starken Deutschlandbezug haben,
    • zum 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und
    • an denen private, europäische Venture-Capital-Fonds beteiligt sind.
  • Die Unterstützung erfolgt indirekt durch Antragstellung des Venture-Capital-Gebers bis zum 31.12.2020 bei KfW Capital oder beim Europäischen Investitionsfonds (EIF).

Ohne Beteiligung eines Venture-Capital-Fonds

  • Voraussetzungen
    • Start-ups und kleine Unternehmen, an denen kein Venture-Capital-Fonds beteiligt ist oder die darüber hinaus Unterstützung suchen. Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel für Unternehmen
      • mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in Deutschland,
      • mit einem Gruppenumsatz von max. € 75 Mio.,
    • die zum 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren.
    • Ausnahme für kleine und kleinste Unternehmen, die sich weder in einem Insolvenzverfahren nach deutschem Recht befinden und keine Rettungs- oder Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
    • Die Unterstützung erfolgt als individuelle Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierung – mit einem öffentlichen Förderanteil von max. € 800.000 bei voller Risikoübernahme.
    • Zur Gesamtfinanzierung können auch private Kapitalgeber wie Business Angels eingebunden werden.

Quick Links

Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung verschiedener Hilfsprogramme für Ihr Unternehmen. Unsere erfahrenen Sanierungsexperten beraten Sie professionell und begleiten Sie sicher durch die Krise.

*) Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): bis 250 Mitarbeiter / € 50 Mio. Umsatz

weitere Maßnahmen zur Abmilderung COVID-19 bedingter wirtschaftlicher Schäden

#Kurzarbeit

  • Beantragung rückwirkend zum 1. März möglich
  • Gestattet bei Arbeitsausfall von >10% (bislang 30%) der Belegschaft mit mehr als 10% des Arbeitsentgelts
  • Volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge
  • Gilt auch für Leiharbeitsfirmen
  • Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitkonten
  • Laufzeit bis 12 Monate

#Steuerstundung

  • Antrag auf zinslose Stundung von fälligen und fällig werdenden Steuern bis Ende 2020
  • Anträge auf Anpassung von Vorauszahlungen (Einkommen- / Körperschaft- / Umsatzsteuer)
  • Rückerstattung geleisteter Vorauszahlungen möglich
  • Aussetzung von Säumniszuschlägen / Vollstreckungsmaßnahmen bis Ende 2020

#COVInsAG*

  • Bedingte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.09.2020, sofern die
    • Insolvenzreife auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht und
    • eine Aussicht auf Beseitigung einer bestehenden Zahlungsunfähigkeit beruht, wenn zum 31.12.2019 keine Zahlungsunfähigkeit eingetreten war
  • Umfangreiche Suspension von Haftungs- und Anfechtungsregeln sowie strafrechtlicher Behandlung.

#Liquiditätshilfen

  • Liquiditätshilfen der Bundesländer für Unternehmen und Selbständige (u.a. Soforthilfen, Bürgschaften, Überbrückungskredite, Mezzanin)

#CovZivilrecht

  • Temporäres Leistungsverweigerungsrecht im Rahmen von Dauerschuldverhältnisse (für Verbraucher und Kleinst-unternehmer**)
  • Temporäre Stundung im Rahmen von Verbraucherdarlehensverträge
  • Beschränkung der Möglichkeit zur Kündigung eines Miet- und Pachtverhältnisses durch den Vermieter
  • Durchführung von Haupt- und Gesellschafterversammlungen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel
  • Maßnahmen zur Durchführung von Personalratswahlen zur Sicherstellung der grundsätzlichen Handlungs- und Beschlussfähigkeit von Personal- und Betriebsräten (Umsetzung geplant)

*) Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020, BGBl. Teil 1 Nr. 14, 569 ff.

Zur Abmilderung COVID-19 bedingter wirtschaftlicher Schäden sind weitere umfangreiche Maßnahmen von Unternehmen notwendig.

PLUTA unterstützt