Schutzschirm-Verfahren der matratzen direct AG erfolgreich abgeschlossen
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Schutzschirm-Verfahren der matratzen direct AG erfolgreich abgeschlossen

18. Dezember 2017 · Köln · Geschäftsfeld Insolvenzverwaltung

  • Unternehmen startet saniert in das Jahr 2018
  • Kunden erwartet ein verbessertes Leistungsspektrum
  • PLUTA-Anwalt Conrads als Sachwalter tätig

Der Insolvenzplan der matratzen direct AG wurde am 29. November 2017 von den Gläubigern angenommen, am gleichen Tag durch das Amtsgericht Köln bestätigt und ist jetzt rechtskräftig geworden. Damit kann das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft gehen. Das Unternehmen hatte am 17. Februar 2017 einen sog. Schutzschirmantrag gestellt, um sich mithilfe eines sanierenden Eigenverwaltungsverfahrens neu aufzustellen.

Der Vorstand Christian Bayr, der Anfang des Jahres von einem Mitbewerber zur matratzen direct AG gewechselt war, freut sich auf die unbelastete Zukunft: „Ab dem zweiten Halbjahr 2017 haben sich die getroffenen Maßnahmen positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Entgegen des Markttrends hat sich sowohl die Kundenfrequenz als auch der Umsatz sehr positiv entwickelt. Auch in unserem Online-Shop verzeichnen wir eine konstant positive Entwicklung.

Die Chancen des Verfahrens haben wir bestmöglich genutzt und blicken positiv auf das kommende Geschäftsjahr. Wir sind sowohl stationär als auch im Online-Geschäft sehr gut aufgestellt für die Zukunft: Unser Sortiment ist optimiert worden und mit Dunlopillo wurde eine weitere Marke in unser Sortiment aufgenommen. In dem Bereich der Digitalisierung hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten stark weiterentwickelt und wird dies in den kommenden Monaten fortführen. Die Strukturen der Verwaltung sind während des Verfahrens neu ausgerichtet worden, um die Kollegen/innen des Vertriebs optimal unterstützen zu können. Weiterhin werden wir uns im stationären Vertrieb auf unsere Wurzeln als Discounter mit Fachberatung konzentrieren.

Wir planen im Geschäftsjahr 2018 wieder neue Filialen zu eröffnen. Jetzt gilt es, die positive Entwicklung der vergangenen Monate auch weiter fortzuführen. Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens können wir uns wieder mit voller Energie auf unsere Kunden und den Erfolg des Unternehmens in der Zukunft konzentrieren.“

Beraten wurde das Unternehmen durch die Helbling Business Advisors GmbH und die Kanzlei LAMBRECHT Partnerschaft von Rechtsanwälte. Arne Przybilla von Helbling: „Krisenursächlich waren unprofitable Filialen aus einer Zeit des sehr schnellen Wachstums. Das haben wir mit Hilfe des Verfahrens korrigiert.“ Dem Insolvenzplan war eine umfangreiche operative Sanierungsplanung vorausgegangen, die Helbling mit dem Vorstand Mirco Rode entwickelt und bereits vorinsolvenzlich begonnen hatte. Die vollständige außergerichtliche Umsetzung scheiterte letztlich an der überraschenden Kündigung einer einzelnen Bank. Der Insolvenzplan nutzte die insolvenzrechtlichen Möglichkeiten einer schnelleren Umsetzung. „Der Insolvenzplan ist bei einem Filialbetrieb ein ideales Sanierungsinstrument, das wir genutzt haben.“, so der federführende Rechtsanwalt Martin Lambrecht. Von den zu Verfahrensbeginn vorhandenen 256 Filialen wurden während des Verfahrens 79 geschlossen, parallel wurde die dadurch unvermeidbare Personalanpassung umgesetzt. Darüber hinaus wurde die in der Schweiz vorhandene Tochtergesellschaft mit 9 Filialen abgewickelt.

„Das Vorhaben der matratzen direct AG, sich neu aufzustellen, wurde von den wesentlichen Gläubigern von Beginn an konstruktiv unterstützt. Ich freue mich über diesen Erfolg, der über 400 Arbeitsplätze erhält“, so der vom Gericht eingesetzte Sachwalter Stefan Conrads von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH. Der Fachanwalt für Insolvenzrecht hat das Verfahren in den vergangenen Monaten eng begleitet.

PLUTA Experte

Stefan Conrads

Stefan Conrads
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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